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Physik

Wissenschaft ist eine kulturelle Leistung von Menschen. Insbesondere die theoretische Physik als die „härteste“ Wissenschaft schlägt somit eine Brücke zwischen dem, was außerhalb von uns existiert – der „objektiven“ Antwort der Natur – und der Quelle menschlicher Kreativität in den Tiefen unseres Bewusstseins – der subjektiven Erfindung physikalischer Konzepte. Dazwischen liegen die Zahlenmuster der Mathematik, welche die Antwort der Natur formalisieren und durch den kreativen Geist gedeutet werden.

Heisenberg bezeichnete die moderne Physik als ein „Bild der Beziehung des Menschen zur Natur“. Sehr deutlich zeigt sich dies im Janusgesicht des Welle-Teilchen-Dualismus: Sowohl das Konzept der Welle, als auch des Teilchens spiegeln genauso Denkmuster des Menschen wieder wie Eigenschaften der Natur.

Die Quelle des kreativen Aspektes in der theoretischen Physik ist das archetypische Repertoire unseres kollektiven Unterbewussten. Damit lassen sich mathematische Konzepte und physikalische Theorien auch als Inspirationsquelle für psychische Prozesse nutzen. Vektoren, Spin, Quantenwellen und Relativitätsprinzip beispielsweise fließen so in viele Übungen ein, die uns bei der Entfaltung unserer Prozesse unterstützen. In Mindells Buch „Quantum Mind“ werden viele dieser Querverbindungen zwischen Physik und Psychologie beschrieben.

Andere theoretische Konzepte scheinen direkt auf Aspekte menschlicher Systeme übertragbar zu sein, wie die Prinzipien der Selbstähnlichkeit oder Stabilitäts- und Gleichgewichtsaspekte aus der Chaostheorie. Wir entwickeln Anwendungen aus diesen bisher kaum erforschten Zusammenhängen.

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